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Berichtsheft-Beispiele: Medizinischer Fachangestellter/Medizinische Fachangestellte

Im Berichtsheft der MFA steht, welche Aufgaben du in der Praxis übernommen hast: Anmeldung, Hygiene, Labor, Diagnostik, Abrechnung und Praxisorganisation. Im ersten Jahr stehen Empfang und Hygiene im Mittelpunkt, im zweiten Labor, Notfall und Abrechnung, im dritten Behandlungsassistenz und Prävention. Wichtig ist die Schweigepflicht: Du beschreibst deine Tätigkeit, nie den Patienten. Die Beispiele zeigen eine Woche je Ausbildungsjahr.

Kammer
Ärztekammer
Dauer
3 Jahre
Grundlage
Verordnung über die Berufsausbildung zum Medizinischen Fachangestellten/zur Medizinischen Fachangestellten (MedFAngAusbV), 2006

Beispielwochen

So kann je eine Woche im Berichtsheft aussehen. Schreib deine eigenen Einträge immer nach dem, was du wirklich gemacht hast.

1. Ausbildungsjahr Anmeldung und Praxishygiene

Ausbildungsnachweis (wöchentlich)
Name des/der Auszubildenden:
Ausbildungsjahr:1
Ausbildungsbereich:Anmeldung und Hygiene
Ausbildungswoche vom:
bis:
Betriebliche Tätigkeiten*Stunden
Patienten an der Anmeldung empfangen, Termine vergeben und Wartezeiten koordiniert
Karteikarten und elektronische Akte angelegt, Versichertenkarten eingelesen
Instrumente nach Hygieneplan gereinigt, desinfiziert und sterilisiert
Behandlungsräume nach Plan aufbereitet, Hygienekontrollen dokumentiert
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Unterweisungen, betrieblicher Unterricht, sonstige Schulungen*Stunden
Unterweisung zu Schweigepflicht, Datenschutz und Hygieneplan
Themen des BerufsschulunterrichtsStunden
LF 2: Patienten empfangen und begleiten, Terminplanung
LF 3: Praxishygiene, Desinfektion und Sterilisation
* Wie lange wurde welche Tätigkeit ausgeübt?
Datum, Unterschrift Auszubildende/r
Datum, Unterschrift Ausbildende/r oder Ausbilder/in
Datum, Unterschrift gesetzliche/r Vertreter/in
Datum, weitere Sichtvermerke (z. B. Lehrer/in)

2. Ausbildungsjahr Labor und Diagnostik

Ausbildungsnachweis (wöchentlich)
Name des/der Auszubildenden:
Ausbildungsjahr:2
Ausbildungsbereich:Labor und Behandlungsassistenz
Ausbildungswoche vom:
bis:
Betriebliche Tätigkeiten*Stunden
Blutentnahmen vorbereitet und unter Aufsicht assistiert, Proben beschriftet
Urinstatus mit Teststreifen durchgeführt und Ergebnisse dokumentiert
Laborproben für den Abholdienst verpackt und Aufträge erfasst
Geräte im Labor nach Plan gewartet, Kontrollmessungen dokumentiert
EKG-Ableitung vorbereitet und Ergebnis für die Ärztin bereitgelegt
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Unterweisungen, betrieblicher Unterricht, sonstige Schulungen*Stunden
Unterweisung zu Arbeitsschutz und Umgang mit Probenmaterial
Themen des BerufsschulunterrichtsStunden
* Wie lange wurde welche Tätigkeit ausgeübt?
Datum, Unterschrift Auszubildende/r
Datum, Unterschrift Ausbildende/r oder Ausbilder/in
Datum, Unterschrift gesetzliche/r Vertreter/in
Datum, weitere Sichtvermerke (z. B. Lehrer/in)

2. Ausbildungsjahr Abrechnung und Materialwirtschaft

Ausbildungsnachweis (wöchentlich)
Name des/der Auszubildenden:
Ausbildungsjahr:2
Ausbildungsbereich:Verwaltung und Abrechnung
Ausbildungswoche vom:
bis:
Betriebliche Tätigkeiten*Stunden
Leistungen des Tages erfasst und für die Quartalsabrechnung kontrolliert
Rezepte, Überweisungen und Bescheinigungen für die Unterschrift vorbereitet
Bestand an Verbrauchsmaterial geprüft, Bestellung mit Angeboten vorbereitet
Wareneingang kontrolliert und Verfallsdaten im Medikamentenschrank geprüft
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Unterweisungen, betrieblicher Unterricht, sonstige Schulungen*Stunden
Einweisung in die Praxissoftware und die Abrechnungsziffern der Praxis
Themen des BerufsschulunterrichtsStunden
LF 6: Waren beschaffen und verwalten, Bestellwesen
LF 7: Praxisabläufe im Team organisieren
* Wie lange wurde welche Tätigkeit ausgeübt?
Datum, Unterschrift Auszubildende/r
Datum, Unterschrift Ausbildende/r oder Ausbilder/in
Datum, Unterschrift gesetzliche/r Vertreter/in
Datum, weitere Sichtvermerke (z. B. Lehrer/in)

3. Ausbildungsjahr Wundversorgung und Prävention

Ausbildungsnachweis (wöchentlich)
Name des/der Auszubildenden:
Ausbildungsjahr:3
Ausbildungsbereich:Behandlungsassistenz
Ausbildungswoche vom:
bis:
Betriebliche Tätigkeiten*Stunden
Verbandwechsel vorbereitet und bei der Wundversorgung assistiert, Material steril angereicht
Kleinen Eingriff vorbereitet: Instrumente gerichtet, Raum und Patientin vorbereitet
Impfstatus-Check vorbereitet und Impfdokumentation geführt
Patienteninformationen zur Vorsorge zusammengestellt
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Unterweisungen, betrieblicher Unterricht, sonstige Schulungen*Stunden
Gespräch mit dem Praxisinhaber zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung
Themen des BerufsschulunterrichtsStunden
LF 10: Kleine chirurgische Behandlungen begleiten, Wundarten
LF 11: Prävention, Vorsorge- und Impfprogramme
* Wie lange wurde welche Tätigkeit ausgeübt?
Datum, Unterschrift Auszubildende/r
Datum, Unterschrift Ausbildende/r oder Ausbilder/in
Datum, Unterschrift gesetzliche/r Vertreter/in
Datum, weitere Sichtvermerke (z. B. Lehrer/in)

Lernfelder der Berufsschule

  1. LF 1Im Beruf und Gesundheitswesen orientieren
  2. LF 2Patienten empfangen und begleiten
  3. LF 3Praxishygiene und Schutz vor Infektionskrankheiten organisieren
  4. LF 4Bei Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Bewegungsapparates assistieren
  5. LF 5Zwischenfällen vorbeugen und in Notfallsituationen Hilfe leisten
  6. LF 6Waren beschaffen und verwalten
  7. LF 7Praxisabläufe im Team organisieren
  8. LF 8Patienten bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen der Erkrankungen des Urogenitalsystems begleiten
  9. LF 9Patienten bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen der Erkrankungen des Verdauungssystems begleiten
  10. LF 10Patienten bei kleinen chirurgischen Behandlungen begleiten und Wunden versorgen
  11. LF 11Patienten bei der Prävention begleiten
  12. LF 12Berufliche Perspektiven entwickeln

Quelle: KMK-Rahmenlehrplan Medizinischer Fachangestellter, Fassung der Handreichung PZ Rheinland-Pfalz 3/2006. Die Themen der Berufsschule trägst du im Block „Themen des Berufsschulunterrichts“ ein.

Tipps für dieses Berichtsheft

  • Die Schweigepflicht gilt im Berichtsheft: Schreib „Blutentnahme vorbereitet und assistiert“, nie Namen, Diagnosen, Geburtsdaten oder Details, an denen man einen Patienten erkennen kann.
  • Nenn die Maßnahme und deine Rolle: „Verbandwechsel vorbereitet, Material angereicht“ ist besser als „bei Behandlung geholfen“.
  • Trenn, was du selbst gemacht hast, von dem, was du nur beobachtet hast. Ärztliche Tätigkeiten führst du nur nach Anweisung und unter Aufsicht aus.
  • Halte Hygiene und Dokumentation fest (Sterilgut, Kühlschranktemperaturen): Das gehört zum Ausbildungsplan und wird oft vergessen.

Typische Fehler

  • Patientennamen oder Diagnosen im Heft. Das verletzt die Schweigepflicht.
  • Nur „Sprechstunde“ oder „Assistenz“ als Eintrag, ohne zu sagen, bei welcher Maßnahme.
  • Stunden, die nicht zu den Sprechzeiten oder zum Berufsschulplan passen.

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