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Berichtsheft-Beispiele: Industriemechaniker/in

Im Berichtsheft der Industriemechaniker/innen stehen Fertigungs-, Montage- und Instandhaltungsaufgaben. Beschreib, welches Bauteil du aus welchem Werkstoff gefertigt hast, mit welchem Verfahren und welchen Toleranzen. Im ersten Jahr überwiegen Feilen, Bohren, Messen und Fügen, später kommen Drehen, Fräsen, Steuerungstechnik, Wartung und Fehlersuche dazu. Im letzten Jahr steht der betriebliche Auftrag für die Abschlussprüfung im Mittelpunkt.

Kammer
IHK
Dauer
3,5 Jahre
Grundlage
Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Metallberufen, 2018

Beispielwochen

So kann je eine Woche im Berichtsheft aussehen. Schreib deine eigenen Einträge immer nach dem, was du wirklich gemacht hast.

1. Ausbildungsjahr Grundausbildung: Feilen, Bohren, Messen

Ausbildungsnachweis (wöchentlich)
Name des/der Auszubildenden:
Ausbildungsjahr:1
Ausbildungsbereich:Lehrwerkstatt
Ausbildungswoche vom:
bis:
Betriebliche Tätigkeiten*Stunden
Werkstück aus S235JR nach Zeichnung angerissen, gesägt und auf Maß gefeilt
Bohrungen gesetzt, gesenkt und Gewinde M6 und M8 von Hand geschnitten
Maße mit Messschieber und Winkel geprüft, Abweichungen protokolliert
Arbeitsplatz gereinigt, Werkzeuge gepflegt und einsortiert
28
Unterweisungen, betrieblicher Unterricht, sonstige Schulungen*Stunden
Unterweisung Arbeitssicherheit in der Werkstatt: Schutzbrille, Maschinen, Unfallverhütung
Themen des BerufsschulunterrichtsStunden
LF 1: Technische Zeichnungen lesen, Toleranzen und Passungen
LF 1: Werkstoffe und ihre Eigenschaften
* Wie lange wurde welche Tätigkeit ausgeübt?
Datum, Unterschrift Auszubildende/r
Datum, Unterschrift Ausbildende/r oder Ausbilder/in
Datum, Unterschrift gesetzliche/r Vertreter/in
Datum, weitere Sichtvermerke (z. B. Lehrer/in)

2. Ausbildungsjahr Drehen und Fräsen an Werkzeugmaschinen

Ausbildungsnachweis (wöchentlich)
Name des/der Auszubildenden:
Ausbildungsjahr:2
Ausbildungsbereich:Fertigung
Ausbildungswoche vom:
bis:
Betriebliche Tätigkeiten*Stunden
Welle aus C45 nach Zeichnung gedreht, Schnittwerte nach Tabelle eingestellt
Passfedernut auf der Fräsmaschine gefräst und mit Bügelmessschraube geprüft
Kühlschmierstoff kontrolliert und Späne ordnungsgemäß entsorgt
Fertigungsprotokoll geschrieben, Ausschuss notiert und Ursache besprochen
32
Unterweisungen, betrieblicher Unterricht, sonstige Schulungen*Stunden
Unterweisung Gefahrstoffe: Kühlschmierstoffe und Hautschutz
Themen des BerufsschulunterrichtsStunden
LF 5: Zerspanungsgrößen und Schnittwerte berechnen
LF 5: Kühlschmierstoffe beim Zerspanen auswählen
* Wie lange wurde welche Tätigkeit ausgeübt?
Datum, Unterschrift Auszubildende/r
Datum, Unterschrift Ausbildende/r oder Ausbilder/in
Datum, Unterschrift gesetzliche/r Vertreter/in
Datum, weitere Sichtvermerke (z. B. Lehrer/in)

3. Ausbildungsjahr Instandhaltung und Fehlersuche an einer Anlage

Ausbildungsnachweis (wöchentlich)
Name des/der Auszubildenden:
Ausbildungsjahr:3
Ausbildungsbereich:Instandhaltung
Ausbildungswoche vom:
bis:
Betriebliche Tätigkeiten*Stunden
Förderband nach Wartungsplan inspiziert, Lager abgeschmiert und Riemenspannung geprüft
Defekten Näherungsschalter getauscht und die Funktion im Steuerungsprogramm geprüft
Pneumatikzylinder demontiert, Dichtungen ersetzt und Zylinder wieder montiert
Wartungsbericht ausgefüllt und Ersatzteilbedarf gemeldet
36
Unterweisungen, betrieblicher Unterricht, sonstige Schulungen*Stunden
Unterweisung Lockout/Tagout: Anlage freischalten und gegen Wiedereinschalten sichern
Themen des BerufsschulunterrichtsStunden
LF 12: Instandhaltungsstrategien und Wartungspläne
LF 13: Pneumatische und elektropneumatische Steuerungen
* Wie lange wurde welche Tätigkeit ausgeübt?
Datum, Unterschrift Auszubildende/r
Datum, Unterschrift Ausbildende/r oder Ausbilder/in
Datum, Unterschrift gesetzliche/r Vertreter/in
Datum, weitere Sichtvermerke (z. B. Lehrer/in)

4. Ausbildungsjahr Betrieblicher Auftrag zur Abschlussprüfung

Ausbildungsnachweis (wöchentlich)
Name des/der Auszubildenden:
Ausbildungsjahr:4
Ausbildungsbereich:Betriebliche Projektarbeit
Ausbildungswoche vom:
bis:
Betriebliche Tätigkeiten*Stunden
Betrieblichen Auftrag geplant: Arbeitsschritte, Material und Zeitbedarf abgestimmt
Baugruppe montiert, ausgerichtet und auf Funktion und Maßhaltigkeit geprüft
Arbeitsergebnisse dokumentiert und Fotos für die Dokumentation gemacht
Präsentation für das Fachgespräch mit dem Ausbilder geübt
38
Unterweisungen, betrieblicher Unterricht, sonstige Schulungen*Stunden
Gespräch zum Ablauf der Abschlussprüfung Teil 2
Themen des BerufsschulunterrichtsStunden
LF 14: Planen und Realisieren technischer Systeme
LF 15: Optimieren von technischen Systemen
* Wie lange wurde welche Tätigkeit ausgeübt?
Datum, Unterschrift Auszubildende/r
Datum, Unterschrift Ausbildende/r oder Ausbilder/in
Datum, Unterschrift gesetzliche/r Vertreter/in
Datum, weitere Sichtvermerke (z. B. Lehrer/in)

Lernfelder der Berufsschule

  1. LF 1Fertigen von Bauelementen mit handgeführten Werkzeugen
  2. LF 2Fertigen von Bauelementen mit Maschinen
  3. LF 3Herstellen von einfachen Baugruppen
  4. LF 4Warten technischer Systeme
  5. LF 5Fertigen von Einzelteilen mit Werkzeugmaschinen
  6. LF 6Installieren und Inbetriebnehmen steuerungstechnischer Systeme
  7. LF 7Montieren von technischen Teilsystemen
  8. LF 8Fertigen auf numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen
  9. LF 9Instandsetzen von technischen Systemen
  10. LF 10Herstellen und Inbetriebnehmen von technischen Systemen
  11. LF 11Überwachen der Produkt- und Prozessqualität
  12. LF 12Instandhalten von technischen Systemen
  13. LF 13Sicherstellen der Betriebsfähigkeit automatisierter Systeme
  14. LF 14Planen und Realisieren technischer Systeme
  15. LF 15Optimieren von technischen Systemen

Quelle: KMK-Rahmenlehrplan Industriemechaniker/in, 2004 i. d. F. von 2018 (nach BIBB und Sächsischem Arbeitsmaterial). Die Themen der Berufsschule trägst du im Block „Themen des Berufsschulunterrichts“ ein.

Tipps für dieses Berichtsheft

  • Nenn Werkstoff, Verfahren und Prüfmittel, etwa „Welle aus C45 gedreht, mit Bügelmessschraube geprüft“. Das zeigt, was du wirklich gemacht hast.
  • Schreib Toleranzen und Messwerte auf, wenn du sie kennst. Abweichungen und ihre Ursachen sind Lernfortschritt.
  • Trag Arbeitssicherheit ein, etwa Unterweisungen zu Maschinen, Gefahrstoffen und Lockout/Tagout, im Feld für Unterweisungen.
  • Halte Wartungs- und Fehlersuch-Aufgaben fest: Symptom, Prüfung, Ursache, Maßnahme.

Typische Fehler

  • Nur „gefeilt“ oder „gedreht“ ohne Werkstück, Werkstoff und Maß. So lässt sich nicht nachvollziehen, was du gelernt hast.
  • Ausschuss und Fehler verschweigen. Ein gemessener Fehler mit Ursache ist ein guter Eintrag.
  • Schulthemen und Betriebstätigkeiten im selben Feld mischen, statt sie zu trennen.

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