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Berichtsheft-Beispiele: Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel

Im Berichtsheft im Einzelhandel stehen Warenpräsentation, Verkauf, Kasse und Warenwirtschaft, später auch Einkauf, Preise und Personaleinsatz. Im ersten Jahr geht es vor allem um Kundenkontakt, Regalpflege und Kassendienst, im zweiten um Warenbeschaffung, Lager und besondere Verkaufssituationen, im dritten um Planung, Marketing und Verantwortung für eine Abteilung. Die Beispiele zeigen je eine Woche aus jedem Ausbildungsjahr.

Kammer
IHK
Dauer
3 Jahre
Grundlage
Verordnung über die Berufsausbildungen zum Verkäufer und zur Verkäuferin sowie zum Kaufmann im Einzelhandel und zur Kauffrau im Einzelhandel (VerkEHKflAusbV), 2017

Beispielwochen

So kann je eine Woche im Berichtsheft aussehen. Schreib deine eigenen Einträge immer nach dem, was du wirklich gemacht hast.

1. Ausbildungsjahr Verkaufsfläche, Beratung und Kasse

Ausbildungsnachweis (wöchentlich)
Name des/der Auszubildenden:
Ausbildungsjahr:1
Ausbildungsbereich:Verkauf und Kasse
Ausbildungswoche vom:
bis:
Betriebliche Tätigkeiten*Stunden
Regale verräumt, Preisschilder kontrolliert und Ware nach Planogramm präsentiert
Kunden an der Verkaufsfläche beraten und zu passenden Artikeln geführt
Kassendienst unter Aufsicht: Barzahlung, Kartenzahlung, Kassenabschluss mitgezählt
Rücknahme eines Artikels nach Betriebsregel abgewickelt
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Unterweisungen, betrieblicher Unterricht, sonstige Schulungen*Stunden
Unterweisung Kassensystem: Bonpflicht, Stornos und Kassenabschluss
Unterweisung Arbeitssicherheit: Heben und Tragen, Umgang mit Rollcontainern
Themen des BerufsschulunterrichtsStunden
* Wie lange wurde welche Tätigkeit ausgeübt?
Datum, Unterschrift Auszubildende/r
Datum, Unterschrift Ausbildende/r oder Ausbilder/in
Datum, Unterschrift gesetzliche/r Vertreter/in
Datum, weitere Sichtvermerke (z. B. Lehrer/in)

1. Ausbildungsjahr Verkaufsgespräch und Warenpräsentation

Ausbildungsnachweis (wöchentlich)
Name des/der Auszubildenden:
Ausbildungsjahr:1
Ausbildungsbereich:Verkauf
Ausbildungswoche vom:
bis:
Betriebliche Tätigkeiten*Stunden
Verkaufsgespräche geführt: Bedarf erfragt, Ware vorgeführt, Zusatzartikel angeboten
Aktionsfläche zur Saison gestaltet und Warenbild fotografiert
Preisauszeichnung für Aktionsware angebracht
Kundenfragen zur Verfügbarkeit im Warenwirtschaftssystem geprüft
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Unterweisungen, betrieblicher Unterricht, sonstige Schulungen*Stunden
Einführung in die Preisauszeichnung und Preisangabenverordnung
Themen des BerufsschulunterrichtsStunden
LF 2: Phasen des Verkaufsgesprächs, Kundentypen
LF 4: Warenplatzierung und Präsentationsgrundsätze
* Wie lange wurde welche Tätigkeit ausgeübt?
Datum, Unterschrift Auszubildende/r
Datum, Unterschrift Ausbildende/r oder Ausbilder/in
Datum, Unterschrift gesetzliche/r Vertreter/in
Datum, weitere Sichtvermerke (z. B. Lehrer/in)

2. Ausbildungsjahr Wareneingang, Lager und Bestellung

Ausbildungsnachweis (wöchentlich)
Name des/der Auszubildenden:
Ausbildungsjahr:2
Ausbildungsbereich:Warenwirtschaft
Ausbildungswoche vom:
bis:
Betriebliche Tätigkeiten*Stunden
Lieferung angenommen, mit Lieferschein abgeglichen und Mängel dokumentiert
Ware im Warenwirtschaftssystem eingebucht und im Lager nach Haltbarkeit einsortiert
Mindestbestände geprüft und Nachbestellung an den Lieferanten vorbereitet
Teilinventur in der Abteilung durchgeführt und Differenzen gemeldet
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Unterweisungen, betrieblicher Unterricht, sonstige Schulungen*Stunden
Einweisung in die Warenannahme und Lagerordnung (FIFO, Mindesthaltbarkeit)
Themen des BerufsschulunterrichtsStunden
LF 6: Bezugsquellen, Angebotsvergleich und Bestellmenge
LF 7: Lagerarten, Lagerkennzahlen und Warenpflege
* Wie lange wurde welche Tätigkeit ausgeübt?
Datum, Unterschrift Auszubildende/r
Datum, Unterschrift Ausbildende/r oder Ausbilder/in
Datum, Unterschrift gesetzliche/r Vertreter/in
Datum, weitere Sichtvermerke (z. B. Lehrer/in)

3. Ausbildungsjahr Marketingaktion und Personaleinsatz

Ausbildungsnachweis (wöchentlich)
Name des/der Auszubildenden:
Ausbildungsjahr:3
Ausbildungsbereich:Abteilungsleitung
Ausbildungswoche vom:
bis:
Betriebliche Tätigkeiten*Stunden
Verkaufsaktion mit Plakat, Display und Kundenmail geplant und umgesetzt
Absatz der Aktionsartikel ausgewertet und mit dem Vorjahr verglichen
Dienstplan der Abteilung für die Folgewoche entworfen und mit der Filialleitung abgestimmt
Neue Mitarbeiter in die Warenannahme eingewiesen
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Unterweisungen, betrieblicher Unterricht, sonstige Schulungen*Stunden
Gespräch mit dem Ausbilder zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung
Themen des BerufsschulunterrichtsStunden
LF 12: Marketingkonzept und Kundenbindungsmaßnahmen
LF 13: Personalplanung und Mitarbeiterführung
* Wie lange wurde welche Tätigkeit ausgeübt?
Datum, Unterschrift Auszubildende/r
Datum, Unterschrift Ausbildende/r oder Ausbilder/in
Datum, Unterschrift gesetzliche/r Vertreter/in
Datum, weitere Sichtvermerke (z. B. Lehrer/in)

Lernfelder der Berufsschule

  1. LF 1Das Einzelhandelsunternehmen repräsentieren
  2. LF 2Verkaufsgespräche kundenorientiert führen
  3. LF 3Kunden im Servicebereich Kasse betreuen
  4. LF 4Waren präsentieren
  5. LF 5Werben und den Verkauf fördern
  6. LF 6Waren beschaffen
  7. LF 7Waren annehmen, lagern und pflegen
  8. LF 8Geschäftsprozesse erfassen und kontrollieren
  9. LF 9Preispolitische Maßnahmen vorbereiten und durchführen
  10. LF 10Besondere Verkaufssituationen bewältigen
  11. LF 11Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern
  12. LF 12Mit Marketingkonzepten Kunden gewinnen und binden
  13. LF 13Personaleinsatz planen und Mitarbeiter führen
  14. LF 14Ein Einzelhandelsunternehmen leiten und entwickeln

Quelle: KMK-Rahmenlehrplan Verkäufer/Verkäuferin und Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel, i. d. F. vom 16.09.2016. Die Themen der Berufsschule trägst du im Block „Themen des Berufsschulunterrichts“ ein.

Tipps für dieses Berichtsheft

  • Schreib auf, welche Kundensituation du gelöst hast: „Reklamation eines defekten Geräts aufgenommen und Umtausch abgewickelt“ sagt mehr als „Kunden bedient“.
  • Nenn Warengruppe, Aktion oder Abteilung. Ein Berichtsheft aus dem Einzelhandel lebt von dem, was du konkret verkauft, präsentiert oder bestellt hast.
  • Halte Kassen-, Waren- und Preisthemen auseinander. So sieht der Prüfer, dass du alle Bereiche durchlaufen hast.
  • Ab dem zweiten Jahr: Zahlen aus dem Betrieb (Umsatz, Bestand) nur allgemein beschreiben, ohne echte Beträge ins Heft zu schreiben.

Typische Fehler

  • Jede Woche „Verkauf und Regale“ ohne Angabe, was genau getan wurde.
  • Berufsschulthemen mit Betriebsaufgaben vermischen oder ganz weglassen.
  • Überstunden und Sonntagsarbeit eintragen, die nicht zum Dienstplan passen. Die Stunden im Heft müssen zur Arbeitszeit stimmen.

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