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Berichtsheft-Beispiele: Kraftfahrzeugmechatroniker/in, Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik

Im Berichtsheft des Kfz-Mechatronikers steht, an welchem Fahrzeug du welche Arbeit gemacht hast: Wartung, Fehlersuche, Reparatur. Im ersten Jahr geht es um Inspektionen, einfache Baugruppen und das Prüfen mit Messmitteln, später um Bordnetz, Motormanagement, Fahrwerk, Bremsen und die Vorbereitung auf Abnahmen. Nimmt dein Betrieb an überbetrieblichen Lehrgängen teil, gehören sie als eigener Eintrag ins Heft. Die Beispiele zeigen je eine Woche aus den vier Ausbildungsjahren.

Kammer
HWK
Dauer
3,5 Jahre
Grundlage
Verordnung über die Berufsausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker und zur Kraftfahrzeugmechatronikerin (KfzMechaAusbV 2013), 2013

Beispielwochen

So kann je eine Woche im Berichtsheft aussehen. Schreib deine eigenen Einträge immer nach dem, was du wirklich gemacht hast.

1. Ausbildungsjahr Inspektion und Reifenwechsel

Ausbildungsnachweis (wöchentlich)
Name des/der Auszubildenden:
Ausbildungsjahr:1
Ausbildungsbereich:Werkstatt, Pkw-Service
Ausbildungswoche vom:
bis:
Betriebliche Tätigkeiten*Stunden
Inspektion nach Herstellervorgabe an einem Pkw durchgeführt: Ölwechsel, Filter, Flüssigkeitsstände, Sichtprüfung
Räderwechsel mit Drehmomentschlüssel, Reifenprofil und Reifendruck geprüft und protokolliert
Bremsbeläge und Bremsscheiben vermessen, Ergebnis im Auftrag dokumentiert
Werkstatt aufgeräumt, Altöl und Altteile sortenrein entsorgt
30
Unterweisungen, betrieblicher Unterricht, sonstige Schulungen*Stunden
Unterweisung Arbeitssicherheit an der Hebebühne und im Umgang mit Altöl
Themen des BerufsschulunterrichtsStunden
LF 1: Wartungsplan lesen, Inspektionsumfänge zuordnen
LF 2: Messen mit Messschieber und Bügelmessschraube
* Wie lange wurde welche Tätigkeit ausgeübt?
Datum, Unterschrift Auszubildende/r
Datum, Unterschrift Ausbildende/r oder Ausbilder/in
Datum, Unterschrift gesetzliche/r Vertreter/in
Datum, weitere Sichtvermerke (z. B. Lehrer/in)

2. Ausbildungsjahr Fehlersuche im Bordnetz

Ausbildungsnachweis (wöchentlich)
Name des/der Auszubildenden:
Ausbildungsjahr:2
Ausbildungsbereich:Werkstatt, Elektrik und Elektronik
Ausbildungswoche vom:
bis:
Betriebliche Tätigkeiten*Stunden
Batterie und Ladespannung mit dem Multimeter geprüft, Ruhestrom gemessen
Generator ausgebaut und ersetzt, Keilrippenriemen neu aufgelegt
Defektes Abblendlicht per Schaltplan eingegrenzt: Sicherung, Relais, Leuchtmittel
Fehlerspeicher mit dem Diagnosegerät ausgelesen und Einträge mit dem Gesellen besprochen
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Unterweisungen, betrieblicher Unterricht, sonstige Schulungen*Stunden
Unterweisung zum sicheren Arbeiten an der Fahrzeugbatterie
Themen des BerufsschulunterrichtsStunden
LF 6: Schaltpläne lesen, Spannungsabfall messen
LF 5: Zusatzarbeiten an Kundenfahrzeugen planen
* Wie lange wurde welche Tätigkeit ausgeübt?
Datum, Unterschrift Auszubildende/r
Datum, Unterschrift Ausbildende/r oder Ausbilder/in
Datum, Unterschrift gesetzliche/r Vertreter/in
Datum, weitere Sichtvermerke (z. B. Lehrer/in)

3. Ausbildungsjahr Bremsen- und Fahrwerksinstandsetzung

Ausbildungsnachweis (wöchentlich)
Name des/der Auszubildenden:
Ausbildungsjahr:3
Ausbildungsbereich:Werkstatt, Fahrwerk und Bremse
Ausbildungswoche vom:
bis:
Betriebliche Tätigkeiten*Stunden
Bremsscheiben und Bremsbeläge an der Vorderachse getauscht, Bremsflüssigkeit gewechselt und entlüftet
Spurstangenkopf und Koppelstange ersetzt, Achsvermessung vorbereitet
Probefahrt zur Funktionskontrolle, Bremswirkung auf dem Prüfstand kontrolliert
Arbeitsauftrag abgeschlossen und Dokumentation an den Serviceberater übergeben
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Unterweisungen, betrieblicher Unterricht, sonstige Schulungen*Stunden
Unterweisung zur Entsorgung von Bremsflüssigkeit
Themen des BerufsschulunterrichtsStunden
LF 10: Aufbau und Funktion hydraulischer Bremsanlagen
LF 9: Komfort- und Sicherheitssysteme, Grundlagen Airbag
* Wie lange wurde welche Tätigkeit ausgeübt?
Datum, Unterschrift Auszubildende/r
Datum, Unterschrift Ausbildende/r oder Ausbilder/in
Datum, Unterschrift gesetzliche/r Vertreter/in
Datum, weitere Sichtvermerke (z. B. Lehrer/in)

4. Ausbildungsjahr Antrieb reparieren und Gesellenprüfung vorbereiten

Ausbildungsnachweis (wöchentlich)
Name des/der Auszubildenden:
Ausbildungsjahr:4
Ausbildungsbereich:Werkstatt, Motor und Antrieb
Ausbildungswoche vom:
bis:
Betriebliche Tätigkeiten*Stunden
Zahnriemenwechsel mit Wasserpumpe nach Herstellerangaben, Steuerzeiten mit Spezialwerkzeug eingestellt
Kupplung an einem Schaltgetriebe getauscht, Funktionsprüfung durchgeführt
Typische Prüfungsaufgabe im Betrieb geübt: Fehlersuche an einem Motormanagement-System
Mit dem Ausbilder Ablauf und Aufgaben der Gesellenprüfung besprochen
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Unterweisungen, betrieblicher Unterricht, sonstige Schulungen*Stunden
Gespräch zur Vorbereitung auf die praktische Gesellenprüfung
Themen des BerufsschulunterrichtsStunden
* Wie lange wurde welche Tätigkeit ausgeübt?
Datum, Unterschrift Auszubildende/r
Datum, Unterschrift Ausbildende/r oder Ausbilder/in
Datum, Unterschrift gesetzliche/r Vertreter/in
Datum, weitere Sichtvermerke (z. B. Lehrer/in)

Lernfelder der Berufsschule

  1. LF 1Fahrzeuge und Systeme nach Vorgaben warten und inspizieren
  2. LF 2Einfache Baugruppen und Systeme prüfen, demontieren, austauschen und montieren
  3. LF 3Funktionsstörungen identifizieren und beseitigen
  4. LF 4Umrüstarbeiten nach Kundenwünschen durchführen
  5. LF 5Inspektionen und Zusatzarbeiten durchführen
  6. LF 6Funktionsstörungen an Bordnetz-, Ladestrom- und Startsystemen diagnostizieren und beheben
  7. LF 7Verschleißbehaftete Baugruppen und Systeme instand setzen
  8. LF 8Mechatronische Systeme des Antriebsmanagements diagnostizieren
  9. LF 9Serviceaufgaben an Komfort- und Sicherheitssystemen durchführen
  10. LF 10Schäden an Fahrwerks- und Bremssystemen instand setzen

Quelle: KMK-Rahmenlehrplan Kraftfahrzeugmechatroniker/in, Beschluss vom 25.04.2013 (Lernfelder 1–10 für alle Schwerpunkte). Die Themen der Berufsschule trägst du im Block „Themen des Berufsschulunterrichts“ ein.

Tipps für dieses Berichtsheft

  • Nenn Fahrzeugart und Baugruppe, aber keine Kennzeichen oder Kundennamen: „Bremsscheiben und Beläge Vorderachse, Pkw“ reicht.
  • Schreib die Messwerte mit ins Heft, etwa Restbelagstärke oder Ladespannung. Das zeigt, dass du geprüft und nicht nur geschraubt hast.
  • Trag überbetriebliche Lehrgänge und Unterweisungen zur Arbeitssicherheit als eigene Einträge ein, nicht in den Werkstattstunden.
  • Notier bei der Fehlersuche den Weg: Symptom, Prüfschritt, Ursache, Abhilfe. Genau das fragen Prüfer später im Fachgespräch.

Typische Fehler

  • „Auto repariert“ ohne Angabe, was genau und mit welchem Ergebnis. Das lässt sich nicht nachvollziehen.
  • Werkstattstunden ohne Rücksicht auf Berufsschultage eintragen, sodass die Wochensumme nicht zur Arbeitszeit passt.
  • Die Wochen alle zum Schluss auf einmal aus dem Gedächtnis schreiben. Messwerte und Arbeitsschritte sind dann erfunden.

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